Grundsätzliches

Seit 1996 existieren in Deutschland Einrichtungen zur ambulanten Rehabilitation, welche im Auftrag der Rentenversicherungen und gesetzlichen Krankenkassen diese Versorgungsform nach definierten Kriterien mit ganzheitlichem Anspruch durchführen. Die Inhalte der ambu­lanten Rehabilitation sind vergleichbar mit denen der stationären Durchführung, zum Teil werden ambulant sogar mehr Therapieleistungen pro Patient erbracht.

Die ambulante Rehabilitation nach den Kriterien der BAR hat sich in dieser Zeit Anerkennung und Akzeptanz bei allen Kostenträgern, den beteiligten Ärzten und natürlich auch bei den Patienten erworben. Die Quote der ambulant durchgeführten muskuloskelettalen Reha-Maßnah­men beträgt in Ballungsbebieten zum Teil über 20%. Nicht nur in Ballungszentren ist die ambulante Rehabilitation mittlerweile eine kostengünstige, ergebniseffektive sowie patientenseitig oft präferierte Behandlungsform.

Im Zuge der Verschiebung operativer Eingriffe von stationärer zu ambulanter Durchführung und mitbedingt durch atraumatischere OP-Techniken ist die ambulante Durchführung auch der Rehabilitation eine logische Konsequenz.

Die ambulante Rehabilitation ist durch die stetig weiterentwickelten Rahmenempfehlungen der BAR eine Therapieform mit sehr genau definiertem konzeptionellem, personellem und räumlichem Setting. Sie bietet im Sinne der ICF-Orientierung ideale Interventionsmöglichkeiten für das persönliche, berufliche und soziale Umfeld des Patienten.

Patienten und auch Kostenträger erwarten mittlerweile abgestimmte Behandlungskonzepte, an denen möglichst viele Leistungserbringer beteiligt sind bzw. die im Idealfall die gesamte Behandlungskette zum Beispiel einer TEP-Implantation ohne Informations- oder Kommunikationsbrüche abdecken. Diese Vernetzung wird in idealer Weise umgesetzt in einer an ein orthopädisches Akutkrankenhaus (OKM) angegliederten ambulanten Reha-Einrichtung.